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China time 7.09.2010 weitersagen...der Kurzfilm wurde gefördert 2006 durch die Hamburgische Kulturstiftung, Geschichte über das kleine China Town in HH-St. Pauli 1900 – 1945;

Gerd_StangeChinaprojektionS

 

 

Projektion "Chinesenstraße"  St.Pauli Bolzplatz Schmuckstraße 11.Mai 1996 4 Künstler spielen gegen 4 Kunstwissenschaftler und 1 Chinese überquert das Spielfeld.

Spieler: die Kunstwissenschaftler  Gunnar F. Gerlach, Hajo Schiff, Ludwig Seyfarth, Gerald Nestler, die Künstler Thomas Karsch, DG. Reiss, Rainer Wiencke... Als Gast Yan Shi

Bolzplatz Schmuckstraße "Chinesenstraße" war ein Erinnerungsfußballspiel, welches ich gemeinsam mit Michael Batz,  den acht Spielern und einen Chinesen am 11.Mai 1996 performten.

Der Sinn war das Erinnern an 160 Chinesen, die am Morgen,  des 13.Mai 1944 verhaftet und in das Arbeitslager "Langer Morgen" deportiert wurden.

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Gezeigt wird der Kurzfilm weitersagen... von Gerd Stange

Der Film handelt vom kleinen China Town in St.Pauli von 1900 -1945- und dem Erinnerungsfußballspiel Bolzplatz Schmuckstraße, am 11. Mai 1996 sowie ein Erinnerungsessen, welches am 12.Mai in einem chinesischen Restaurant in St. Pauli statt fand (50 Chinesen wurden eingeladen). Musik im Film: Die kleine chinesische Blume/eigene Komposiion am Flügel.

Der Film wurde gefördert von der Hamburgischen Kulturstiftung und der Kunststiftung Prof. Dahlmann. Die Uraufführung war am 27.9.2006 im Metropoliskino Hamburg.

Außerdem, liest Charlotte Böhm, die Aufzeichnungen von Gert Beschütz (ehemals Zeitzeuge) und Gerd Stange spielt eine eigene Komposition am Piano: Die kleine chinesische Blume...

Ort: Klavier Knauer  Holstenstraße 167  22765 Hamburg  040-4303022

7.09. 2010  19 Uhr

Komposition:

Kleine chinesische Blume

"Chinesenstraße" Schmuckstraße

Gerd_StangeChinesenabendbla

HA: Schmuckstraße...

Film: Weitergraben  11. Mai 1996 Schmuckstrasse

https://www.youtube.com/watch?v=DmXMgDiozdA

Die Tafel wurde vom Bezirk aufgrund

von Rost und erheblichen Beschädigungen sichergestellt .

Eine neue Tafel mit neuen Texten ( Lars Amenda, Dr. phil, M.A., geb. 1970, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neueste Geschichte ) wird vom St.Pauli Archiv hinter dem Zaun angebracht.  2012

Text der alten  Erläuterungstafel Schmuckstraße 1998 -2012:

Die "Chinesenstraße" Schmuckstraße

Für die harten Arbeiten an den Maschinen und als Schiffsköche oder Hilfsstewards wurden auch auf deutschen Dampfschiffen immer häufiger Chinesen eingesetzt. Seit jener Zeit siedelten sich Chinesen in der Nähe des Hamburger Hafens an, nicht in großen China-Towns wie in Amerika, sondern in einer Seitenstraße der Großen Freiheit, der Schmuckstraße. In deren Häusern entstanden chinesische Speiselokale, Läden und Logierhäuser.

Diese Chinesenstraße gab es in der NS-Zeit noch immer. Der Einsatz von Chinesen auf britischen Kriegsschiffen bot den Nazis aber den Vorwand, den Chinesen Spionage zu unterstellen.

Am Morgen des 13.Mai 1944 wurden 160 verbliebene Chinesen verhaftet und ins Arbeitslager "Langer Morgen" in Wilhelmsburg deportiert. 17 von Ihnen starben in kürzester Zeit. Die Überlebenden verließen nach dem Krieg das Land.

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Am 13.Mai 1996 erinnerten Michael Batz und der Hamburger Künstler Gerd Stange an die Geschichte der Deportation der Chinesen. Auf dem Gelände des einstigen Gebäudes mit der Hausnummer X - heute ein Bolzplatz - fand ein Erinnerungsfußballspiel statt.

Kunst im öffentlichen Raum, Kulturbehörde Hamburg    (Text Volker Plagemann ehemaliger Senatsdirektor)

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Charlotte Böhm: Lesung aus den Texten von Gert Beschütz:

"Lebenserinnerungen eines artigen Hamburger Knaben 1920-1945"

Gert Beschütz war 1943/44 im Arbeitserziehungslager (KZ)- Rhenania Ossag-Langer Morgen Wilhemsburg

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Zum Fußballspiel: G.F.Gerlach (Kunstwissenschaftler)

Das Fußballspiel ist eine gesellschaftliche Strukturen Relationalitäten simulierende Kunstform. Als Gemeinschafts-Sport-Art entspricht das Spiel der strategischen Besetzung von gesellschftlichen Positionen und spezalisierten kompetenzen.

Spielerische Kombination, solistische Leistungen, athletischer Einsatz, individuelle Tricks und mannschaftliche  Geschlossenheit sind dialektische Phänomene ( die gegnerische Mannschaft) und können in den Rang einer Ästhetik gehoben werden. Dieses bei Alt und jung, Frau und Mann mittlerweile beliebtestes "Spiel auf dem Erdball" ist im Idealfall völkerverbindent. Daher ist es nur folgerichtig, dass sich zunehmend Künstler und Kulturwissenschaftler mit diesem Spiel identifizieren und es als Kunstform zelebriert wissen wollen. Die teilnehmenden Performance-Spieler waren: die Künstler Thomas Karsch, Gerald Nestler, DG Reiß, Rainer Wiencke, Gunnar F. Gerlach und Ludwig Seyfarth.

Veröffentlichtungen in: Gerd Stange weitergraben ... Herausgeber: Museum für Hamburgische Geschichte Dölling und Galitz Verlag 1996/ Chinatown revsited Michael Batz

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Die Idee des Erinnerungsfußballs Bolzplatz Schmuckstraße hatte Gerd Stange. Gemeinsam konzepierte Er mit Michael Batz diese Performance. Das Konzept beinhaltete die Projektion der Archiv-Fotos der deportierten Chinesen. Die Projektion erfolgte auf die Spieler und auf die naheliegenden Häuserwände der Schmuckstraße. Während des Spiels schlugen Michael Batz und Gerd Stange mit einem Hammer auf die Gullideckel der Kanalisation und riefen die Namen der Deportierten in die Schächte. Ein Chinese überquerte das Spielfeld in langsamen Schritten. Die Spieler liefen mit Taschenlampen im Dunckel der Schmuckstraße im Bolzplatzkäfig. Das Kirchenglockenspiel, die Stimmen der Zuschauer, Transvestiten gaben Beifallgelächter, Hunde bellten, und das Tatü-tata, die Sirenen der Polizeiautos überschalten das Spiel.

Anwesende Gäste: KP Brehmer, Bruder Jörg Stange,  Walter Breuer (Amateurkamera im Wechsel) ,  das Stadteilarchiv St.Pauli, Harald Finke, "Kommi" Jörgs verstorbener Hund-.

Transparent am Bolzplatz, Fotomaterial Schmuckstraße Stadtteilarchiv St. Pauli Wohlwillstraße

Projektionsfoto Gerd Stange, Jörg Stange   Foto: Hauswandprojektion Chinese/Lampe o. Mitte Gerd Stange Foto: Fußballspieler Hausarchiv

Zeichnung Chinesen: Hamburger Abendblatt Artikel

Antrag und Installation der Hinweistafel Schmuckstraße "Chinesenstraße" Gerd Stange/ Kulturbehörde Hamburg

 


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Fotografien über das Erinnerungsfußballspiel sind in der Sammlung Dahlmann zu sehen:

*2010 Gewaltig - Gewalt in der Kunst der letzten 40 Jahre, Sammlung Dahlmann, Hamburg,

DE Gruppenausstellung,

Kunst Raum Hafencity Brook 3  Block E  IV. Boden  200457 Hamburg Info Telefon.: 040-32862344

Öffnungszeiten: Fr.: 18:00 - 20:00  Sa.: u. So.: 14:00 - 18:00

 

 


Zuletzt aktualisiert am Freitag, 14. November 2014 um 18:31 Uhr