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Entwurf einer Briefmarke
Ein Gartenstück für Rosa Luxemburg 2004-2007

Modell Ein Gartenstück für Rosa Luxemburg 2004

Peggy Parnass liest die Briefe von Rosa L. 2005

Weißer Flieder gepflanzt am 11. November 2008 r. Edgar Mebus BZV
  
 
Mithilfe Rosa Luxemburg Garten 11.November 2008
Siehe unter Publikationen

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. Mai 2010 um 22:06 Uhr |
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K U N S T
IM ÖFFENTLICHEN RAUM
HAMBURG
EIN PROGRAMM DER KULTURBEHÖRDE HAMBURG Künstlerinnen und Künstler aus Hamburg und aus aller Welt realisieren im Rahmen von "Kunst im öffentlichen Raum" Kunstprojekte in der Stadt. In seiner Kontinuität und Konsequenz ist das Hamburger Programm einmalig in Deutschland.
http://fhh1.hamburg.de/Behoerden/Kulturbehoerde/Raum/welcome.htm
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. Mai 2010 um 22:07 Uhr |
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Atelier 1989 Hamburg,
Ein Jahr vor der Versenkung der Versatzstuecke in die Geschwister-Scholl-Straße 1.Oktober 1990
http://www.hamburg.de/geheimtipps/7858/verhoerzelle-hamburg.html

Verhoerzelle/Installation Geschwister Scholl Straße 1 Hamburg-Eppendorf



"Nichts ist unsichtbarer als ein Denkmal" (Robert Musil) Im Herbst 1988 entdeckte Gerd Stange bei einem Elbspaziergang am Strand von Övelgönne im Sand ein Stück Blech, das sich beim Graben als Wehrmachtshelm entpuppte. Ganz in der Nähe ragte ein Stück Treibholz heraus. Die beiden Fundstücke waren Auslöser einer Idee, an deren Verwirklichung der Künstler ein Jahr lang besessen und gegen immer neue Widerstände arbeitete. Das Sammeln war für Stange bis dahin, was die Fingerübungen für den Pianisten sind. Wohin immer sein Blick wanderte, suchte er, ordnete zu oder trennte, was nicht zueinander gehörte. So bewirkte am Övelgönner Strand, wo Wellenschlag und Gezeiten Ihre Spuren hinterlassen und der Blechhelm in der Nähe eines Bunkers bei Stange so etwas wie eine Bildstörung. Während Helm und Treibholz in seinem Atelierraum zu immer neuen Kombinationen auf einem Sockel arrangiert wurden und der Künstler auf einem Stuhl davor sitzend die Möglichkeiten prüfte, gewann für ihn der Helm Lebendig- keit, wurde zum Ankläger oder Folterknecht, während er selbst die Rolle des Opfers übernahm. Die Suche in der Vergangenheit führte Gerd Stange in das Oberlandesgericht, wo er mit Hilfe des Pförtners den ältesten Stuhl des Hauses fand. Man war bereit -im Tausch gegen ein Foto der Installation "Die Arche Noah mit zwei Schafen" von Gerd Stange -den Stuhl herauszugeben. In den folgen den Sitzungen im Atelier verschwand der Helm vom Sockel, rückte dem Künstler in der Opferrolle immer näher, bis er unter dem Stuhl lag. Die fiktive Geschichte gewann erschreckende Realität. Und für Gerd Stange stand die Gestaltung seiner Installation fest. Zunächst dachte er an einen Ort im Oberlandesgericht, aber der Plan scheiterte am Widerstand der Justizbehörde. So kam Stange auf das für ihn Naheliegende: dieGeschwister-Scholl-Straße. Im zähen Ringen konnte er die Kulturbehörde Hamburg zur Unterstützung des Projektes gewinnen, dazu noch die Weiße Rose Stiftung, die SPD und die Gal, Mittel wurden zur Verfügung gestellt, um das Material zu kaufen. Alles andere - hunderte von Stunden, um das Erdreich auszuschachten, eine Stromleitung zu verlegen, ein Gitterrost und eine Stahlkammer zu verschweißen (nach den Körpermaßen des Künstlers: Augenhöhe 180 cm, Mundhöhe 170 cm, Stuhlbreite 54 cm), eine Panzerglasplatte zu bearbeiten und so weiter -waren das unbezahlte Werk von Gerd Stange, seinen Freunden und hilfsbereiten Handwerkern. Am 1. Oktober 1990, zwei Tage nach der Vereinigung der alten und neuen Bundesländer, war die Verhörzelle in den Gehweg eingegraben, hinter einer Parkbank zwischen Sträuchern. Für manche ein Ärgernis und Anlass zu rechtsradikalen Äußerungen, für viele Anwohner jedoch eine neue und ein- drucksvolle Art ein Denkmal für die Opfer des Faschismus zu gestalten: statt einer heroischen Sockelskulptur, etwas, wonach man sich bücken muss. Was sich den Blick nicht aufdrängt, sondern wonach man sucht oder worauf man zufaellig stoeßt. Und das auf diese stille Weise Eindruck hinterlaesst, besonders, wenn es nachts im stillen Schein der Gluehlampe auftaucht.
Thomas Sello (Leiter des museumspaedagogischen Dienstes an der Hamburger Kunsthalle)
Beitrag aus: Gerd Stange-Verhörzelle und andere antifaschistische Mahnmale in Hamburg, von Gunnar F. Gerlach und Thomas Sello, Dölling u. Galitz Verlag.
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. Mai 2010 um 22:08 Uhr |
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1999 - 2007 "Ein Nachdenkmal gegen Heldenverehrung, aus der Sicht der Opferperspektive- zum Kriegerdenkmal/ Adlerkubus von Richard Kuöhl 1922 - 2007
NDR 3 1999 Zitat: Stanges Nachdenkmal "Ein Lehrstück mit dem Umgang unserer Vergangenheit"
NDR 3 Reportage http://www.youtube.com/watch?v=GBU4KY9DktQ

"Schützengraben-Soldatengrab" 1996 Skizze: Modell II Materialbescheibung: Fundstück Büroklammer/Behördenschublade/ein Foto/Zeitungsschnibsel/ein Kehrblech-(FDP)/ein Zinkblech/Nägel/ein Brikett/Linsenröhre Modell in der Carl Vogel Sammlung

Eingang Nachdenkmal/Gegendenkmal "Schützengraben-Soldatengrab"1999

Periskop: Blick aus dem Nachdenkmal/Gegendenkmal zum Adlerkubus von
Richard Kuöhl 1922 - 2007 "Es geht mir um die Verschiebung von Geschichte-
diesmal aus der Sicht des Soldaten, der Opferrolle - und gegen Heldenverehrung und Faschismus.
(Siehe Buch: Grabhügel Kriegerdenkmal Nachdenkmal) und Interview unten..
 
Gerd Stange, mit Blick aus der Opferperspektive, durch das Sehrohr, zum
weihenden Heldenadler, der gen Westen blickt.


Foto: Nachdenkmal/ Winter 2006 Das Kriegerdenkmal/Adlerkubus von Richard Kuöhl
ist durch den Beschluss des Bezirks Nord Hamburg und des Denkmalschutzamtes abgetragen
wurden.
2007 Grüne, SPD und CDU aus Sparmaßnahmen einig...(...) Das abtragen des Kriegerdenkmals und des
Nachdenkmals/Gegendenmals in Hamburg Groß Borstel wurde beschlossen.
Im Beschluss der Bezirksversammlung steht u.a. geschrieben: "Den Adler Kuöhls und die Dokumentation über Stanges Gegendenkmal/Nachdenkmal im Hamburgmuseum zu präsentieren"... -(...) Diese Inhalte des Beschlusses wurden bis Heute nicht eingelöst! Warum? Die Parteien müssen antworten!Bürger stellen fragen...
Buchneuerscheinung 2008: Grabhügel Kriegerdenkmal Nachdenkmal, Interview mit Dr. Hakim Raffat
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. Mai 2010 um 22:09 Uhr |
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Weiterlesen... [Nachdenkmal "Schützengraben-Soldatengrab" 1998]
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 Fotos Zeitzeugen: Uwe Seeler und Uwe Storjohann
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. Mai 2010 um 22:10 Uhr |
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Weiterlesen... [Subbühne - Ein anderes Mahnmal für Wolfgang Borchert Mai 1995]
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Eine deutsche Biografie - Carl Vogel Subbühne (ein anderes Mahnmal für Wolfgang Borchert) Mai 1995 Abbildung: Buch »weitergraben« |
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. Mai 2010 um 22:12 Uhr |
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Der Finger der auf andere deutet - Jochen Hiltmann Subbühne Mai 1995 |
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. Mai 2010 um 22:18 Uhr |
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KP Brehmer Mai 1995 Subbühne -ein anderes Mahnmal für Wolfgang Borchert Titel: Braunkohle in Berlin Copyright G.Stange
Lesen über Subbühne siehe KP Brehmer von G.F. Gerlach:
http://archiv.fridericianum-kassel.de/ausst/bremer-gerlach.html
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. Mai 2010 um 22:19 Uhr |
Rolf Zander liest der Schachtelmensch Subbühne 3. Mai 1995 Gerd Stange (1995)
Der Schachtelmensch Das Haus des Menschen findet in mir statt. Es gibt Menschen, die regieren und verurteilen, foltern und ermorden, in Räumen für die Herrschenden, für das Haus, den Besitz. Das Haus aus dem ich komme, ist nicht das Haus, das ich denke, ich will es kennen. Kaspar Hauser erlebte durch Anderer Hand das „fürchterlichste an Grausamkeit“ was niemand von uns sich wünschen würde! Er wurde als Baby in eine Schachtel gesteckt und der Wildnis ausgeliefert. Nachdem man Ihn fand, wurde er aus politischen Machtmotiven und Geldgier (Thronfolge) und zur Beseitigung von Beweißmitteln in einen Kerker fast zu Tode gesperrt. Die Schachtel sowie der Kerker beinhalten das „Raum – Haus.“
Der moderne Mensch lebt in Zimmer-Truhen, wo asoziales Leben durch designierte Wohnkultur, das passende Sofa zur Luxus-Tapete und zum Wandbild in der Zeit des Singles gehört. Im Kitsch lebend, ohne dies zu hinterfragen, ohne zu widerstehen. Dem Kitsch ausgeliefert, sich selbst überdrüssig, der Schöpfung sich zwei Augen ausgestochen, die Hände abgehackt, dummbackig gähnend, müde der Simulation anhängend, Fett gefressen, des Ehrgeizigen gebot. Der Kitsch bestimmt das Leben im Haus. Der Mensch ist dem Kitsch untertan. Der Mensch passt sich seiner Truhe an. Der Gast wird zum Inventar. „Hoch sollen wir leben“ wird gesungen. Wie hoch denn noch? Wolkenkratzer, Hochhäuser, Türme, hunderte Meter entfernt von der Erde. Im Haus, das ich meine, ist Erinnerung gespeichert. Räume in denen ich niemals war. Sie wurden mir nicht gegönnt. Räume meiner Fantasie, meines Denkens, meines Fühlens, Räume ohne Widerstand. Kuckuck Kaspar
3. Mai 1995 gelesen von Rolf Zander, in der *Subbühne- ein anderes Mahnmal für Wolfgang Borchert, Hamburg Tarpenbekstraße 66.
Veröffentlichung: Der Schachtelmensch Gerd Stange weitergraben... Dölling und Galitz Verlag,, Hgg: Museum für Hamburgische Geschichte (1996)
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. Mai 2010 um 22:21 Uhr |
 Laß mich den Juden spielen Mai 1995 Uwe Storjohann
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. Mai 2010 um 22:22 Uhr |
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