Mahnmal und Erinnerung in Bildender Kunst
Kunst als Widerstandsform
Strategien des Erinnerns
Denkmal Kampnagel Hamburg
Gerd Stange hat mit seinen Werken wie die Verhörzelle Mahnmal für die Geschwister Scholl 1990, die Subbühne für Wolfgang Borchert 1994 in Hamburg Eppendorf aktiv gegen das Vergessen eindrucksvolle Kunst geschaffen und damit sich selbst ein Denkmal gesetzt. Es folgten weitere Werke wie das Nachdenkmal "Schützengraben - Soldatengrab" in Groß Borstel 1999 - 2005 und ein Rosa Luxemburg Garten seid 2008 in Hamburg Eimsbüttel.
Fotoabbildungen unten : Denkmal Kampnagel Inszenierte Fotografie Der Tanz des Schmerzes, 1985. Seine Leidenschaft gilt dem Klavier. Text unten :Die heilsame Kraft des Klavierstimmens. Eine Reise zur inneren Balance


Erinnerung bewahren durch künstlerische Ausdrucksformen
Strategie des Erinnerns. Abrissbirne auf Kampnagel 1985/91

Warum Kunst als Widerstandsform zählt
Oben Abriss der Großen Hallen
Gesellschaftliche Mahnmale
Installation von Gedenkstätten wie der Verhörzelle in Hamburg Eppendorf als eindrucksvoller Appell gegen das Vergessen.
Vielfältige Kunstrichtungen
Bildende Kunst, Fotografie, das Stimmen von Klavieren als kreative Ausdrucksformen im Werk von Gerd Stange.
Erinnerungsstrategien
Kunst als aktiver Widerstand und politische Strategie zur Bewahrung der Erinnerung.
Erinnerungsstrategien
Kunst als aktiver Widerstand und politische Strategie zur Bewahrung der Erinnerung. Subbühne - ein Mahnmal für Wolfgang Borchert in Hamburg Eppendorf.Die Subbühne ist ein begehbares, unkonventionelles Mahnmal für den Schriftsteller Wolfgang Borchert. Es befindet sich in einem ehemaligen unterirdischen Röhrenbunker in Hamburg-Eppendorf und wurde im Mai 1995 von den Künstlern Michael Batz und Gerd Stange ein Monat lang bespielt und steht Heute unter Denkmalschutz.
Kulturelle Bedeutung
Denkmal Kampnagel 1985 bis Heute

r. Verwaltungsgebäude steht Abriss der großen Hallen
Hamburgs Galerien und Künstler, Schauspieler, die Hamburger Rundschau leisteten Widerstand gegen den Abriss. Ein Zwangsgürtel um das Kampnageltheater geschaffen durchgesetzt von den Parteien ! Ein Haus des Widerstandes von Bruder Jörg war mit Freunden in Arbeit ! Eine Ausstellung in der Halle K3 wurde vorbereitet ! Titel : "Eisenzeit" Übersetzungsformen der Moderne siehe Katalogseite. Herausgegeben von Michael Batz und Gunnar F. Gerlach.

Abriss der großen Hallen beim Verwaltungsgebäude
Die Webseite befindet sich in Bearbeitung

Große Halle fiel durch die Abrissbirne
Fotos Gerd Stange Copyright

Abriss der großen Halle nähe dem Veraltungsgebäude auf dem Kampnagelgelände


Abriss große Hallen

Arche Noah für 2 Schafe 1985 Halle 36 Inszenierte Fotografie mit Fundstücken

Die Heilsame Kraft des Klavierstimmens: Eine Reise zur Inneren Balance**
Das Stimmen meines Klaviers ist für mich weit mehr als nur eine Notwendigkeit, es ist eine wahre Form der Selbstharmonisierung und Heilung. In einer Welt, die oft von Stress und Hektik geprägt ist, finde ich in diesem Prozess eine wertvolle Möglichkeit, meine innere Balance wiederherzustellen. Es ist, als würde jede Note, die präzise justiert wird, ein Stück meiner Seele beruhigen und mir die Unterstützung bieten, die ich in herausfordernden Phasen benötige.
Während ich mich dem Stimmen widme, spüre ich, wie sich nicht nur der Klang des Instruments verwandelt, sondern auch mein geistiger Zustand. Diese meditative Praxis fördert meine Fähigkeit zur Konzentration und eröffnet mir kreatives Denken. Oft inspiriert sie mich zu neuen Farb- und Bildkonzepten, die ich in meinen künstlerischen Arbeiten umsetzen möchte. Es ist erstaunlich, wie ein einfacher Akt des Feinjustierens der Saiten mein kreatives Potenzial entfalten kann.
Nach diesem intensiven Prozess fühle ich mich stets ausgeglichen und erfreut. Es ist, als ob ich nicht nur das Klavier, sondern auch mich selbst in Einklang bringe. Der Klang, der aus einem gut gestimmten Klavier strömt, ist nicht nur musikalisch, sondern auch therapeutisch. Diese Erfahrung möchte ich gerne mit euch teilen, in der Hoffnung, dass sie auch für andere eine Quelle der Inspiration und Harmonie sein kann.
Für mich ist das Stimmen des Klaviers ein wahrer Schatz, der weit über die Musik hinausgeht – es ist eine Reise zu mir selbst. Gerd Stange

Siehe unten Ausstellung mit Lesung Thema "Flucht" Buch: Klaviere statt Waffen 2017 erschienen

Bilder aus dem Zyklus "Flucht" 2026

Bild aus dem Zyklus "Flucht" 2026 "Nacht der Kirchen" Melanchton Kirche 20.05.25 Am Flügel Begleitung Irina. Kolesnikova

Skizze Subbühne -ein Mahnmal für Wolfgang Borchert 1995 in Hamburg Eppendorf Tarpenbekstraße 68 20251 HH

Über Stanges Mahnmale wurden Magister - und Doktorarbeiten geschrieben. Studenten, Stadtteilarchive geben Heute Antwort ! Esther Bejerano, Peggy Parnass, Lena Stolze, Rolf Zander, Charlotte Böhm, Rolf Becker, Jörgen Bracker und Franklin Kopitzsch sind Namen die Stange bei seinen Projekten hat lieben gelernt.
Stange leitete vor Jahrzehnten Fotokurse in der Hamburger Kunsthalle über die Kulturbehörde. Bis heute ist die Fotografie ein großes Merkmal seiner Kunst. Kampnagel und sein freies Theater die Achtziger Jahre wo er ein Archiv über den Abriss von Fabrikgebäuden dokumentierte und Inszenierte Fotografie dagegen setzte. Foto Tanz des Schmerzes 1985. Das Spritzenhaus, die Halle 36 und die großen Hallen wo unter unter anderem eine Rosa Luxemburg Ausstellung statt fand. Dann Ausstellungen in der K3 die folgten unter den Namen "Eisenzeit".
Seid 1983 ist Gerd Stange leidenschaftlicher Fotokünstler. Sein Vorbild war lange Zeit Robert Frank der mit seinen Sozialdokumentationen große Aufmerksamkeit in Amerika und Europa erreicht hat.

Kafka-Stuhl Zweifel-Stuhl Zweifel-Garten Zweifel-Tisch Aus meiner letzten Performance in der Subbühne - das andere Mahnmal für Wolfagng Borchert

Die Veranstaltung fiel leider wegen Krankheit aus !

Günter Amendt "The times there are a changin" Bob Dylan Radio Collage Subbühne , Mai 1995 Buch Gerd Stange weitergraben ... Dölling und Galitz Verlag Herausgeber Museum für Hamburgische Geschichte Jörgen Bracker Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, Hamburg, 17. Dezember 1996 bis 23.Februar 1997

Stange, Gerd: Gerd Stange - weitergraben. Graben als künstlerische Strategie.
Hamburg, Dölling und Galitz, 1996. 63 S. MIt einigen farb. u. zahlr. s/w Abb. 23 cm. OKart.
Zur Ausstellung "Weitergraben" vom 17. Dezember 1996 bis 23. Februar 1997 im Museum für Hamburgische Geschichte. Gestaltung und Herstellung: Marlies Hebler. MIt Texten von Thomas Sello, Michael Batz, Gunnar F. Gerlach, Uwe Storjohann u.a.

Mahnmal für die Geschwister Scholl Die Verhörzelle in Hamburg Eppendorf, Oktober 1990 in einer Aktion mit Künstlerfreunden installiert Geschwister Scholl Straße 1 20251 HH Buch Verlag Dölling und Galitz Verlag Hamburg Gerd Stange Verhörzelle und andere antifaschistische Mahnmale in Hamburg Thomas Sello und Gunnar F. Gerlach Museumsdienst Hamburger Kunsthalle

In der Zelle ein Stuhl vom Hamburger Oberlandesgericht, Fundstück Wehrmachtshelm, Glassockel, Treibholz, Mahnlicht Glühlampe

Buch Gerd Stange Verhörzelle und andere antifaschistische Mahnmale in Hamburg Dölling und Galitz Verlag ISBN 3-926174-32-3 63 S. Mit zahlr. Abb. (= Hintergründe & Materialien, 19). Gr.-8vo. 23 cm. OKart.
In zweijähriger Arbeit hat der Hamburger Künstler G. Stange (geb. 1954) ein beeindruckendes Mahnmal gegen den Faschismus verwirklicht: die Verhörzelle in der Geschwister-Scholl-Straße in Eppendorf. Aufsätze Hamburger Kunsthistoriker u. zahlreiche Bilderbegleiten das Entstehen des Kunstwerkes.Texte zu Leben u. Wirken der Geschwister Scholl sowie ein Rundgang zu den Mahnmalen Hamburgs vervollständigen den Blick auf die antifaschistische Denkmalskunst der Stadt.

Aufwendige Dokumentation über Gerd Stange sein Nachdenkmal "Schützengraben-Soldatengrab" in Hamburg Groß Borstel Grabhügel, Kriegerdenkmal, Nachdenkmal. Denkmal-Trilogie auf dem Licentiatenberg in Hamburg-Groß Borstel. Interview mit dem Hamburger Künstler Gerd Stange über sein Projekt “Nachdenkmal” ISBN: 978-3-934376-86-1

Über Rosa Luxemburg’s politisches Wirken ist Vieles bekannt. Doch wussten Sie, dass sie von berühmten Künstlern auch als Malerin akzeptiert wurde oder dass sie ein Herbarium schuf, das heute im Institut für Soziale Geschichte in Amsterdam archiviert ist? Rosa Luxemburg war eine kluge und vielseitig interessierte Frau. Der Künstler Gerd Stange schuf mit seinem Kunstprojekt »Ein Gartenstück für Rosa Luxemburg« einen Ort des Vor- und Nachdenkens. Er grub an jenem Platz, wo Rosa Luxemburg in Hamburg ihre erste große Rede hielt. Dieser Ort wurde zur Herausforderung für seine künstlerische Umsetzung. Eine vermeintliche Randzone, ein Eckstück in Hamburg-Eimsbüttel. Am 13. Dezember 1900 hielt dort Rosa Luxemburg in einem Gartenlokal ihre Rede über »Weltpolitik und Sozialdemokratie«.
Gerd Stanges vorrangiges Interesse gilt der Person Rosa Luxemburg. Ihre Briefe, die sie während ihrer Inhaftierung in einem selbst angelegten Gartenstück des Gefängnishofes in Wronke 1917 schrieb, wurden zum Ausgangspunkt des heutigen Rosa Luxemburg Gartens, wo Gerd Stange seit 2004 szenische Lesungen stattfinden lässt. In ihnen collagiert er u.a. Franz Kafka mit Rosa Luxemburg und Hubert Fichte. Stange möchte
Nebenräume aus gleicher Zeit oder auch späterer Zeit kreieren, neue Perspektiven und Horizonte für das Publikum und den Hörer auftun. Bewusst nimmt er dabei Brüche und Sprünge hin. Sie sollen neue Denkräume ermöglichen.

Gerd Stange Klaviere statt Waffen
von (Herausgeber, Autor), (Autor), (Autor) Format: Gebundene Ausgabe
Nach meinen Büchern "Ein Gartenstück für Rosa Luxemburg“, „weitergraben“ und „Verhörzelle -und andere antifaschistische Mahnmale in Hamburg“ scheint es mir notwendig, die Reihe mit diesem Büchlein fortzusetzen. "Klaviere statt Waffen" soll zum Umdenken anregen, in einer Welt die am Abgrund steht mit Kriegen und Elend und einer wachsenden Waffenproduktion.
Das erste Kapitel schildert die Flucht mit meiner Familie 1957 aus Barby /Elbe in der ehemaligen DDR nach Hamburg. Im Westen angekommen plumpste ich mit 3 Jahren vom Hausboot meines Großvaters in die Dove Elbe. Die Flucht und das traumatische Erlebnis beinahe zu ertrinken bedeuteten schon in frühen Jahren eine Art Bruch - mit Konsequenzen für mein weiteres Leben. Erzählungen aus meiner Kindheit und Jugend folgen und zeigen, welch große Rolle stets die Musik in meinem Leben spielte.
Zudem enthält das Buch ein Interview zur Entstehungsgeschichte meines Nachdenkmals in Hamburg-Groß Borstel von 2007 sowie einen kunstwissenschaftlichen Text über mein Bild "Tschernobyl-Totentanz“. Zahlreiche Abbildungen zeigen meine malerische Auseinandersetzung mit den Themen Musik und Klavier. Meine Mahnmale sind künstlerischer Widerstand gegen Faschismus und Krieg.
Meine Leidenschaft gilt dem Klavier. Das Klavier bestimmt den grössten Teil meines Lebens. Wenn du spielst kannst du Farben sehen und Bilder malen. Man kann Töne collagieren. Wenn ich ein Klavier stimme und intoniere, ist es eine Art Meditation - man stimmt sich quasi selbst. Das schafft mir die notwendige Balance, bedeutet Heilung. In dem Klaviergeschäft, in dem ich arbeite, fördern wir junge und ältere Pianisten aus aller Welt und organisieren Veranstaltungen. Wir stellen Raum und Flügel. Gern benutze ich aber auch selbst unsere Bühne, spiele am Klavier, lese Texte oder performe. Hamburg, wenn du Dir die Elbphilharmonie leisten kannst, muss auch mehr für die Förderung und Integration von Absolventen der Musikhochschulen getan und für Nachwuchs an den Schulen gesorgt werden. Auch die Clubs stöhnen und andere Spielorte benötigen dringend Sanierungen und brauchbare Instrumente.
In einer Welt, in der die Menschen und die Politik zunehmend auf Profit setzen, fordere ich: Klaviere statt Waffen!